Kunst- und Gestaltungstherapie

 

Spricht man von Kunst- und Gestaltungstherapie sind neben dem Bild auch Gestaltungen in einem weiteren Sinn gemeint. Dazu zählen z.B. Piktogramme und Skizzen genauso wie eine Tonarbeit oder ein Text.

 

Themen haptisch zu gestalten hat vielfältige Auswirkungen. Zum einen ist es möglich, das Un- bzw. Vorbewusste, manchmal noch nicht Benennbare, sichtbar zu machen. Häufig ermöglicht erst das ein Erkennen von Lösungen nicht stimmiger Lebensthemen, damit sie be- bzw. verarbeitet und integriert werden können.

 

In der Sitzung findet ein konstanter Wechsel von der Bild zur Sprach- und Verstandesebene statt, so dass durch die Verknüpfung beider Gehirnhälften eine Erweiterung des Lösungsspektrums in Frage kommt.

 

 

Der Perspektivenwechsel ist besonders bei tiefer liegenden seelischen Verletzungen vorteilhaft, da das Thema aus größerer Distanz erkundet werden kann.

 

Die Betrachtung des Problems auf der Metaebene entflechtet Verstand und Gefühl ein Stück weit, so dass eine Lösung über ein „Probehandeln“ auf dem Papier herangeführt werden kann.

 

 

So können Strategien „ungefährlich“ schrittweise entwickelt werden.

 

Beginnt man eine Sitzung mit einer Initialbild- oder Initialgestaltung ist sowohl das Problem sichtbar als auch der Lösungsansatz (evtl. noch versteckt) oft schon im Bild erkennbar.

 

Bereits im gestaltenden Tun wird eine Stressreduktion durch den Ausdruck des Belastenden nach Außen bewirkt. Damit findet auch eine Entschleunigung und seelische Beruhigung statt.

 

 

Ein weiterer positiver Aspekt liegt darin, dass sofort ein „Anker“ für die Umsetzung, eine Erinnerung des in der Sitzung erlebten, vorhanden ist. So kann der Transfer neuer Lebenskonzepte im Alltag leichter gelingen. Das erweitert das Ressourcenspektrum und fördert das Vertrauen in die eigenen Problemlösungsstrategien.